Die amerikanische High School
Dreh- und Angelpunkt deines USA-Aufenthaltes wird neben deiner Familie die High School sein. Du wirst überrascht sein über das Fächerangebot und über die positive, mitunter enthusiastische Einstellung, welche die Schüler mit »ihrer« Schule verbinden. Das liegt vor allem daran, dass das amerikanische Schulsystem völlig anders ist als das dir bekannte.
Auf der amerikanischen High School wird für jeden Schüler ein individueller Stundenplan zusammengestellt, der ca. sechs bis acht Fächer umfasst. Neben den obligatorischen Fächern Englisch und »American History« (oder einem anderen sozialwissenschaftlichen Fach) hat man fast freie Auswahl bei den weiteren Kursen. Dabei gibt es viel Interessantes zu entdecken: Fächer wie Psychologie, Betriebswirtschaftslehre, Meeresbiologie, Journalismus, Automechanik oder Computer-Kurse bieten nicht nur »mal was Neues«, sondern geben Einblicke in berufsnahe Wissensgebiete.
Das Angebot amerikanischer High Schools geht allerdings weit über das reine Unterrichtsangebot hinaus. Es werden verschiedenste Aktivitäten angeboten, in denen die Schüler sich ihren Interessen und Neigungen entsprechend engagieren können. So gibt es z.B. Theatergruppen, Orchester, Fotografie und Film oder Clubs die das Jahrbuch erstellen oder gemeinsam Debattieren. Es gibt also kaum ein Hobby dem man nicht in der Schule nachgehen könnte. Ganz besondere Erwähnung muss hier natürlich der sportliche Bereich finden. Die Teilnahme am Schulteam in Sportarten wie American Football, Basketball, Cheerleading, Baseball oder auch Tennis, Fußball und Schwimmen gilt als Ehre. Für Gastschüler ist es ganz besonders wichtig sich in einem der Clubs zu engagieren oder Mitglied eines Sportteams zu werden, denn nirgendwo sonst kann man so schnell neue Kontakte finden und Freundschaften schließen.
Was dir an deiner High School sofort auffällt: Bei allem Spaß an der Schule sind Schüler in den USA disziplinierter als dies gelegentlich an deutschen Schulen der Fall ist. Auch fleißige Schüler mit guten Leistungen sind nicht etwa verpönt, sondern bei ihren Mitschülern meist hoch angesehen. Außerdem wirst du dich vermutlich erst einmal an den lockeren Umgangston zwischen Lehrern und Schülern gewöhnen müssen. Dies ist kein Zeichen mangelnden Respekts oder gar antiautoritären Denkens, sondern liegt einfach an der Mentalität der Amerikaner. Das wird dir nicht nur in der Schule auffallen.

